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Judo, Taiso, Kyudo und Gymnastik – unser Blog verbindet Kampfkunst, Bewegung und Gesundheit. Hier findest du Inspiration, Trainingstipps und Einblicke in vier vielseitige Sparten.

Einstieg in Judo für Erwachsene

Keine Angst vor Judo! Wer erst im Erwachsenenalter mit Judo anfängt, muss keine Angst davor haben, in eine Matte geknallt, also geworfen zu werden. Auch muss niemand Angst davor haben, sich für eine Fallschule vom Stand in den Boden zu stürzen. Judo bietet eine so große Vielfalt an Möglichkeiten, dass das gar nicht sein muss.

Nicht der Wettkampf steht im Vordergrund ...

... sondern der Erhalt und die Steigerung von Beweglichkeit und Kraft. Die Verbesserung der Koordination und des Gleichgewichtssinns. Stichtwort: Sturzprophylaxe!

Hüften, Schultern und Rücken entwickeln sich oftmals schon im jungen Erwachsenenalter zu Schwachstellen. Judo kann dies ausgleichen und die sogenannte Core-Stabilität, die sich auf die Kraft und Koordination der Muskeln in der Körpermitte - dem Rumpf - konzentrieren, stärken.

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Ablauf eines Trainings für Erwachsene

Zuerst werden einmal alle Gelenke bewegt, die im täglichen Tun oftmals zu wenig Beachtung finden. Ein Training könnte also mit TAISO beginnen, der japanischen Bewegungslehre. Damit wird Gelenkflüssigkeit, also die Gelenkschmiere, gebildet und im Gelenk verteilt sowie der Knorpel damit versorgt.

Anschließend werden Muskeln und Bänder 'sanft' gedehnt. Muskeln verkürzen sich bei Nichtgebrauch und Bänder werden steif. Es gilt die Beweglichkeit zu steigern und Stabilität zu fördern. Wer kann stehend, mit durchgedrückten Knien, mit den Fingerspitzen den Boden berühren? Halt, halt, ungeübte, nicht trainierte Körper sollten das gar nicht ausprobieren. Die Gefahr, sich zu verletzen, ist zu groß. 😉

Und nun stärken wir die Muskeln und bauen diese langsam und mit Bedacht auf. Es muss nicht schnell gehen und wir stehen hier NICHT im Wettstreit mit den anderen. Die anderen sind NICHT das Maß, an dem wir uns messen!

JETZT wird Judo gemacht. Die Vermittlung von Bodentechniken - der Ne Waza - führt zum Bodenkampf. Zum regelbasierten Rangeln & Raufen, das viel, viel Spaß macht und nahezu kein Verletzungsrisiko in sich birgt. In etwa gleichwertige Partner versuchen gegenseitig die Kontrolle über den jeweils anderen zu erlangen. Ihn oder sie auf den Rücken zu bringen und dort mittels eines Festhalters zu fixieren.

Der Bodenkampf fördert und erfordert Geschwindigkeit, Beweglichkeit und Kraft. Man kann da sehr schnell ins Schwitzen kommen. 😂 Judo ist auch ein optimales Training für die Faszien, das Bindegewebe für Muskeln, Sehnen und Gelenke.

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Anmerkung(en): Eine Frau muss nicht gegen einen Mann kämpfen, wenn sie das nicht möchte und es gelten auch hier die Judowerte. Wer gar nicht kämpfen möchte, kann sich auch nur auf die japanische Bewegungslehre - TAISO - fokussieren. Wer auch im Stand kämpfen möchte, bekommt auch hier Techniken vermittelt. Judo kennt mehr als 70 Wurftechniken.
Wichtig: "Alles kann, nichts muss!"